Bildschirmfoto 2014-03-22 um 1.03.45 PM

66,46°

Einfall Zufall Fall

Eine temporäre Installation im Österreichischen Skulpturenpark

Artists in Residence 2012 – “Auflösung inbegriffen”

Die Installation 66,46° beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit des Moments. Des einen Moments an dem die Sonne im steilsten Winkel über der Teichoberfläche steht, an dem die Sonnenstrahlen den kürzesten Weg zum Wasserspiegel zurücklegen. Dort steht das stabförmige Objekt als eine direkte Verlängerung eines Sonnenstrahls der zur Sommersonnenwende unter dem Winkel von 66,46° auf die Wasseroberfläche trifft. Eine abstrahierte Darstellung dieses Geschehens sowohl räumlich als auch zeitlich. Der fokussierte Sonnenstrahl entfacht ein Feuer im Inneren der installierten Linie und bricht sie in 2 Teile. Die ursprünglich der Sonne zugewandte Hälfte fällt in den Teich und verrottet. Die andere, nunmehr stumpfartige Hälfte ragt abgebrannt aus dem Wasser.

Mit Hilfe von Werkzeugen kann man die Sonnenposition zur jeder Zeit, an jedem Ort errechnen. Der Aufbau der Installation ist eine Herausforderung an die Genauigkeit der Umsetzung und ein Versuch die Natürlichen Abläufe Vorherzusagen. Aber ob der Himmel bewölkt ist, hängt vom Zufall ab. Durch die Wechselwirkung der drei Faktoren: Gesetzmässiger Naturablauf – Empirische Annäherung – meteorologischer Zufall,  kann die Installation den vorher beschriebenen Zustand erfahren, oder nicht.

UND: Es stellt sich immer noch die Frage: Wenn im Wald ein Baum umfällt und niemand ist da, gibt es dann ein Geräusch?